Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher/in

Was lernt man in diesem Beruf?

Der Orthopädieschuhmacher – ein medizinischer Assistenzberuf – verlangt ein hohes Maß an handwerklichen Fertigkeiten ebenso wie medizinisches Sachverständnis. Der Azubi erlernt die Herstellung spezieller Schuhe, den Umbau von Gebrauchsschuhwerk, angepasst an die Bedürfnisse von z.B. Diabetikern. Dazu gehört auch die Anpassung von Einlagen beispielsweise zur Korrektur von Fußfehlstellungen.
Dafür ist die Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher geteilt in einen theoretischen Teil -Schulausbildung – und einen praktischen Teil im Lehrbetrieb. Im theoretischen Teil der Ausbildung lernt der Azubi die einzelnen Muskeln des menschlichen Bewegungsapparates mit ihrer Funktions- und Wirkungsweise kennen. Hinzu kommt ein immenses Fachwissen in Anatomie und Pathologie. Zur Theorie, die eine Grundvoraussetzung für die Arbeit des Orthopädieschuhmachers ist, kommt die praktische Arbeit mit ihrer handwerklichen Vielfalt.

 

Worauf kommt es an?

Anforderungen:

  • Handwerkliches Geschick (z. B. beim Nageln, Kleben, Nähen oder Steppen von Schuhteilen)
  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z. B. beim Zuschneiden von Leder, Absätzen und Sohlen)
  • Sorgfalt (z. B. beim Maßnehmen und Anpassen des individuell gefertigten Schuhwerks)
  • Zeichnerische Fähigkeiten (z. B. Anfertigen von Skizzen, Aufbauzeichnungen und Schnittmustern)
  • Kunden- und Serviceorientierung (z. B. Eingehen auf Kunden bei der Anprobe orthopädischer Schuhe)

 

Wie lange lernst Du?

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 ½ Jahre. Sie kann auf 2 ½ Jahre verkürzt werden. Aber das ist nicht ratsam. Das „zusätzliche“ Jahr vermittelt und festigt vor allem viele theoretische und praktische Fertigkeiten und Kenntnisse. Vieles müsste man sich sonst selbst erarbeiten und aneignen.

Eine Weiterbildung zum Orthopädieschuhmachermeister ist nach Absolvierung der Gesellenprüfung auf einer Meisterschule in Vollzeit (Dauer ca. 6 Monate) möglich. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, ein Fachhochschulstudium zur Weiterbildung zum Diplom-Ingenieur zu absolvieren.